Sacribas Definitionen – Teil 1/6: Was ist normal? vs. Was ist gesund?

Normalität oder normal bedeutet, einer Mehrheit anzugehören und das Verhalten, das diese Mehrheit macht, als Vorbild zu sehen und daher selbst nachzuahmen.

Auf meinem Blog bezeichne ich Ideen und Handlungen ganz bewusst nicht als normal oder abnormal. Denn was als normal gilt, muss deswegen noch lange nicht für den betreffenden Menschen konstruktiv sein, also das Leben produzieren, das er_sie sich wünscht. Was die Mehrheit meint, erwartet oder sogar verlangt, was also „normal ist“, kann entweder komplett destruktiv oder – solange immerhin keine persönlichen Grenzen übergangen werden – einfach uninspirierend sein.

Begriffe wie abnormales Verhalten (lateinisch ab = von etwas weg), wie bei psychischen Erkrankungen oder in der Sexualität, fragen eigentlich nach dem Leidensdruck, also der Gesundheit der Betroffenen. Daher verwende ich auch genau diese Worte dafür:

Eine konstruktive Verhaltensweise:

  • wird von allen (!) Beteiligten meistens als sinnvoll erlebt,
  • kommt aus einer Primärmotivation: Erreicht auf dem direktesten Weg das Ziel, verbraucht also nicht mehr Energie als notwendig,
  • wirkt daher in Summe energiegebend,
  • wirkt extropisch: bringt bessere Ideen, Lernerfahrung, Weiterentwicklung, also Evolution,
  • ist ethisch,
  • und ist dadurch mittel- und langfristig gesund / heilend,
  • kurzum, sie funktioniert.

Eine destruktive Verhaltensweise:

  • wird von den meisten Beteiligten (außer den tatsächlichen oder vermeintlichen „Kriegsgewinnlern“) meistens als sinnlos oder sinnentleert erlebt,
  • kommt aus einer Sekundärmotivation: Erreicht das Ziel nur über einen oder mehrere Umwege, verbraucht also automatisch mehr Energie als notwendig,
  • wirkt daher in Summe energiefressend,
  • wirkt entropisch: „Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“, verhindert also Evolution durch Blockade,
  • ist unethisch,
  • und dadurch mittel- und langfristig krank(machend),
  • kurzum, sie funktioniert nicht.

Aus einem abnormalen Verhalten wird dann, je nachdem, was es für den betroffenen Menschen bewirkt, ein gesundes oder krankmachendes Verhalten.