Wofür steht FLIT / FLINT?

Das Kürzel FLIT steht für eine Zusammenfassung verschiedener Gruppen innerhalb der queeren Subkultur, die sich um die Orientierung lesbisch-homoamor und/oder lesbisch-homosexuell drehen. Es steht für Frauen, Lesben sowie Intergeschlechtliche und Trans-Personen, die sich der lesbischen Szene zugehörig fühlen. Lokale oder Veranstaltungen mit diesem Kürzel sind geschützte Räume und beschränken den Eintritt auf die genannten Personengruppen.

Ausdrücklich ausgeladen sind lediglich Männer (= Menschen, die mit einem Penis geboren wurden und die keinen Wunsch danach haben, ihre Selbstbezeichnung oder ihr Geschlechtsorgan zu ändern), da diese in einer patriarchalen Gesellschaft im Vergleich zu allen anderen Geschlechtern von den wenigsten Unterdrückungsmechanismen betroffen sind.

„Zugehörig fühlen“ kann bedeuten, dass eine FTM-Trans-Person, obwohl als Mann identifiziert, aufgrund der Diskriminierung in der Mainstream-Gesellschaft die geschützten Räume in Anspruch nimmt. Einige Trans-Männer kritisieren dies jedoch, da ihr Zutritt zu diesen Räumen impliziert, dass sie „eine andere Art Mann“ wären, und sie es so schwerer haben, als Mann vom heteronormativen Mainstream akzeptiert zu werden. Außerdem beklagen Frauen mit maskulinem Aussehen (Butch, Dyke), das sie von manchen Szenegänger_innen als Mann gelesen werden, und dann keinen Zutritt zu den gewünschten Veranstaltungen erhalten.

Wie das obige Beispiel zeigt, sind sowohl die eingeladenen als auch die ausgeladenen Personen schwammig definiert, weswegen das Konzept sowohl innerhalb der queeren Szene als auch unter Beteiligten der jeweiligen Gruppen umstritten ist.

Im Jahr 2017 setzte sich mit FLINT ein neues Kürzel für dieselbe Szene durch, das wahlweise auch mit Stern (FLINT*) geschrieben wird. Das neue N steht für nicht-binäre Personen, also weitere Geschlechter abseits der binären Geschlechter Frau und Mann. Das Kürzel lädt also nun Frauen, Lesben, Intergeschlechtliche Personen, Nicht-binäre Geschlechter und Trans-Personen ein.

So wie auch LGBTQIA* ist die neue Buchstabenkombination wieder ein rekursives Akronym, denn Intergeschlechtliche fallen unter die Gruppe der nicht-binären Geschlechter, wodurch die Bedeutung des I nun doppelt vorkommt.